Programmieren für Kinder

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Ein guter Programmierunterricht hat einen hohen Bildungswert und deswegen verankern ihn immer mehr Länder obligatorisch schon ab Primarschulalter. Ausser der Fähigkeit zu programmieren – also mit der Technik zu «kommunizieren» – lernt man dabei komplizierte Vorgehensweisen zu entwickeln und unmissverständlich mit eindeutiger Interpretation zu erklären. 
Im Vordergrund steht der modulare Entwurf, der die grundlegendste Entwicklungsstrategie von komplexen Systemen in allen technischen Disziplinen darstellt. Im Programmierunterricht wird die exakte mathematisch-naturwissenschaftliche Denkweise mit der pragmatischen Vorgehensweise in der Produktentwicklung der Ingenieure verzahnt. Neben dem Beitrag zum Mathematikunterricht bereichert das Programmieren die allgemeine Bildung um neue bisher fehlende Elemente, ohne die man sich Bildung in der zukünftigen IT-basierten Wissensgesellschaft nicht mehr vorstellen kann.

Deshalb setzt sich ABZ-Team unter der Leitung von Prof. Juraj Hromkovic dafür ein, dass auch die Kinder in der Schweiz die Chance erhalten, möglichst früh mit diesem wichtigen Bildungsgut in Berührung zu kommen und bietet den Primarschulen und der Sekundarstufe 1 «Programmieren für Kinder» an.

Programmierunterricht in LOGO

LOGO ist eine Programmiersprache, die speziell für Anfängerkurse entwickelt wurde. In fachdidaktischer Hinsicht ist LOGO konkurrenzlos. Besonders in Primarschulen führt sie zum effizienten Wissenstransfer, den man schwer mit einer anderen Programmiersprache erreichen kann. In LOGO können in einer einfachen Umgebung schon in 10 Minuten die ersten Programme geschrieben werden. Durch die schrittweise Ausführung von Programmen ist die Fehlersuche vereinfacht und die Kinder können ihre Programme selbst auf Korrektheit testen, Fehler finden und korrigieren.

So schaffen es bereits zehnjährige Kinder, komplexe Aufgaben systematisch in mehreren kleinen Schritten zu lösen. Spielerisch, ohne es zu merken, lernen die Kinder wichtige Programmierkonzepte. Der direkte Lernerfolg wirkt motivierend und dank der Möglichkeiten, kreativ zu zeichnen, ist LOGO auch bei Mädchen sehr beliebt. Zusätzlich wird mit speziell entwickelten Unterlagen die Gender-Problematik vollständig vermieden. LOGO fördert die kognitiven und analytischen Fähigkeiten der Kinder und unterstützt damit auch den Mathematikunterricht.

Programmieren mit Scratch

Das ABZ unterstützt Primarschulen und interessierte Lehrkräfte beim Aufbau eines Informatik-Angebots in der Mittelstufe (Klassen 4-6) oder im fakultativen Unterricht, zum Beispiel im Rahmen der Begabtenförderung.
Dazu entwickeln wir Kurse und Unterrichtsmaterialen zur Programmiersprache Scratch.

In Scratch programmiert man weitgehend visuell: Programme werden aus farbigen Bauklötzen zusammengesteckt, was Kindern auf jedem Leistungsniveau einen sehr einfachen Einstieg in die Programmierung ermöglicht. Gleichzeitig können mit Scratch auf sehr natürliche Weise auch fortgeschrittene Programmierkonzepte wie Objektorientierung, nebenläufige Prozesse oder Ereignisbehandlung eingeführt werden. Scratch ist damit vor allem ein Werkzeug zur Vermittlung wichtiger und programmiersprachenübergreifender Konzepte.
Wichtig sind uns dabei überprüfbare Lernziele. In unmittelbar auf den Stoff folgenden (teilweise weiterführenden) Aufgaben kann erworbenes Wissen angewendet oder erweitert werden. Das erfolgreiche Lösen der Kontrollaufgaben (in der Form eines Spiels) am Ende jeder Lerneinheit garantiert, dass die wesentlichen Konzepte verstanden wurden.
« Programmieren mit Scratch» bieten wir in Zusammenarbeit mit dem Kinderlabor (www.kinderlabor.ch) an.