STIU 2016 – Workshops

Die Workshops werden entsprechend Ihren Präferenzen und dem Eingang der Anmeldung zugeteilt, so dass alle Teilnehmer nach Möglichkeit ihre beiden gewünschten Workshops besuchen können. Die Teilnehmeranzahl eines Workshops ist auf 20 bis 25 Personen beschränkt. Bitte geben Sie uns bei der Anmeldung in jedem Fall vier unterschiedliche Workshop-Präferenzen an.

Workshop 1 – Die Bienenroboter kommen! Spielerisch die Grundlagen des Programmierens erlernen

Workshop-Leitung: Petra Adamaszek und Bernd Gärtner
Sprache: Deutsch
Zielgruppe: Kindergarten und Primarschule (1. / 2. Klasse) und interessierte Teilnehmende aus anderen Schulstufen

Informatik ohne Computer – wir stellen Bee-Bot vor, einen kleinen Bodenroboter in Bienenform, der Kinder und Lehrpersonen gleichermassen anspricht. Bee-Bot kann mit Hilfe von vier Tastenbefehlen so programmiert werden, dass er bestimmte Aufgaben löst.

Im Kurs lernen Sie einerseits, wie Sie mit Bee-Bot Konzepte der Informatik bereits ab dem Kindergarten vermitteln können. Weiterhin wird Ihnen gezeigt, wie Inhalte aus anderen Unterrichtsfächern, wie zum Beispiel Deutsch oder Mathematik,  mithilfe von Bee-Bot spielerisch vertieft werden können.

Bee-Bot ist im Handel erhältlich, hat einen wiederaufladbaren Akku und benötigt keinen zusätzlichen Computer. Seine Befehle entsprechen genau den Bewegungsbefehlen der Schildkröte in der Programmiersprache LOGO, die ab Klasse 3 gelehrt wird. Somit bereitet Bee-Bot ideal auf LOGO vor.

Dieser Workshop erfordert keinerlei Vorkenntnisse im Programmieren!

Workshop 2 – Computational thinking and music education

Workshop-Leitung: Judith Bell
Sprache: Englisch
Zielgruppe: Primarschule
Präsentation: Computer Science… without computers?!

Computational thinking (CT) applies to subjects outside computer science, and music is no exception. CT ideas such as decomposition, patterns, abstraction and algorithms can all be exercised in a meaningful way while at the same time engaging students with key concepts from music. This workshop will present ideas for having students exercise ideas from music while at the same time developing skills relating to CT. The focus will be on primary school level. (Participants will get the most out of this session if they have a basic understanding of music theory). It is helpful if you bring your own computer/tablet.

Workshop 3 – Computer Science… without computers?!

Workshop-Leitung: Tim Bell
Sprache: Englisch
Zielgruppe: Volksschule (Primar- und Sekundarschule)

„Computer Science Unplugged“ is a fun and engaging way to delve into the topic of computer science, without using computers at all, and definitely no programming! Instead, there are games, puzzles and magic tricks that engage students with deep concepts behind the technology that is right under their noses.

In this workshop you will get to participate in the activities as a student, and get guidance on how to use them in your own classroom. These activities do not require a lot of technical knowledge to use in the classroom, and have been used in primary and secondary schools all over the world. The activities will link to several curriculum areas, including technology, maths and even language. All of the material is free and open-source. No computers needed – it’s unplugged!

Workshop 4 – Graphen- und Netzwerkoptimierung – DIESER WORKSHOP FINDET NICHT statt

Workshop-Leitung: Christina Büsing
Sprache: Deutsch
Zielgruppe: Mathematik- und Informatikunterricht Sekundarstufe II, Talentförderung

1736 herrschte in Königsberg grosse Aufregung. Seine Bürger diskutierten, ob ein Sonntagsspaziergang existiert, der jede Bücke in Königsberg genau einmal überquert. Als Leonard Euler die Stadt besuchte nahm er sich dem Problem an und schuf mit seinem mathematischen Ansatz die Grundlage der Graphentheorie. Mit diesem Thema werden wir den Workshop zur „Graphen- und Netzwerkoptimierung“ starten. Ich werde unterschiedliche Materialien vorstellen mit deren Hilfe Schülern ein Bezug zur Modellierung von Praxisproblemen vermittelt und die Entwicklung von Lösungsalgorithmen angeregt werden können. Neben der thematischen Arbeit werde ich von meiner Erfahrung in der Begabtenförderung im Rahmen der Deutschen SchülerAkademie berichten.

Workshop 5 – Informatik-Biber… und dann?

Workshop-Leitung: Christian Datzko
Sprache: Deutsch
Zielgruppe: Der Workshop richtet sich vornehmlich an Lehrpersonen der Sekundarstufe II, ist jedoch auch offen für interessierte Lehrpersonen der Sekundarstufe I sowie interessierte Dritte
Präsentation: Informatik-Biber… und dann?

Im Jahr 2015 hat der Informatik-Biber Schweiz über 13 000 Teilnehmenden jeweils während 45 Minuten spannende und abwechslungsreiche Aufgaben geboten. Viele Lehrpersonen, die den Wettbewerb bei sich durchführen liessen, wünschten sich, den Aufgabenschatz auch jenseits des Wettbewerbs einsetzen zu können. Dieser Workshop bietet daher Anregungen, wie man die Aufgaben der letzten Jahre im Unterricht einsetzen kann, und bietet die Gelegenheit gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen konkrete Beispiele für einen solchen Einsatz zu erarbeiten.

Workshop 6 – Die Schweizer Informatikolympiade – Nachwuchsförderung durch kompetitive Programmierwettbewerbe

Workshop-Leitung: Sandro Feuz und Daniel Graf
Sprache: Deutsch (Englisch falls gewünscht).
Zielgruppe: 9. – 13. Schuljahr
Präsentationen: Nachwuchsförderung durch kompetitive Programmierwettbewerbe, Dynamische Programmierung

Die Schweizer Informatikolympiade ist eine der sechs Wissenschaftsolympiaden der Schweiz und steht allen Schweizer Schülern/innen offen, die nicht älter als 20 Jahre sind. Über mehrere Runden lösen die Teilnehmer anspruchsvolle, algorithmische Aufgaben und implementieren die Lösungen in einer Programmiersprache. Die vier besten Teilnehmer qualifizieren sich für einen Internationalen Wettbewerb mit 300 Teilnehmern aus 80 Ländern.
Wir geben einen Überblick über die verschiedenen Trainingsmöglichkeiten, Wettbewerbsrunden und Aufgabentypen an der Schweizer Informatikolympiade. Wir zeigen Möglichkeiten Olympiadenaufgaben in den Unterricht zu integrieren und so theoretische Grundlagen und praktische Implementierung zu kombinieren. Dies anhand einer konkreten Einführung zum Thema „Dynamische Programmierung“. Im zweiten Teil des Workshops können Sie selbst Aufgaben der Olympiade zu diesem Thema lösen und wir besprechen konkrete Lösungswege.

Die Teilnehmer brauchen: Grundsätzlich genügt ein Laptop mit Internetzugang. Eine Entwicklungsumgebung für C/C++, Pascal oder Java wäre aber von Vorteil.

Für den zweiten Teile wären grundlegende C++ Kenntnisse hilfreich (wir wollen aber niemanden abschrecken!).

Lehrkräfte, welche die Informatikolympiade schon kennen (beispielsweise durch Teilnehmer aus frühreren Jahren) und spezifische Fragen oder andere Inputs zum Workshop haben, werden gebeten sich vorab bei uns zu melden (info@soi.ch).
Informationen und Unterlagen zum Workshop sind online hier verfügbar: http://soi.inf.ethz.ch/stiu/

Workshop 7 – Rechnerorganisation – vom Relais zum Prozessor in verschiedenen Schulstufen (incl. Primarstufe)

Workshop-Leitung: Jens Gallenbacher
Sprache: Deutsch
Zielgruppe: Volksschule (Primar- und Sekundarschule)
Präsentation: http://www.abenteuer-informatik.de/xchangefolder/stiu2016.pdf

Anhand der Genese der heutigen digitalen Computersysteme kann man den allgemeinbildenden, konstruktiven Prozess der Erkenntnisgewinnung der Informatik gut demonstrieren und nachvollziehen. Wir starten mit Fragen, die bereits auf dem Niveau der Primarstufe beantwortet werden können, wie „Warum arbeiten Computer binär ?“ (und die Antwort ist nicht, dass Relais nun mal zwei Schaltzustände haben) und thematisieren dann verschiedene Sichten auf die Entwicklung von Computersystemen bis hin zu einfachen, didaktischen Prozessormodellen für die Sekundarstufe 2. Didaktisch wird dabei auch gleichzeitig das Prinzip des genetischen Unterrichts demonstriert.

Workshop 8 – MINT unterwegs: MINT-Box Robotik

Workshop-Leitung: Andrea-Maria Schmid und Hanspeter Erni
Sprache: Deutsch
Zielgruppe: 3.-6. Primarschule
Präsentation: Mint unterwegs Robotik

„MINT unterwegs“ ist ein Projekt des Kantons Luzern, Dienststelle Volksschulbildung. Während 4 Jahren können Primarschulen ab dem Schuljahr 16/17 wochenweise eine MINT-Projektwoche mit Exponaten sowie Werkstätten in einem Zelt kostenlos vor Ort buchen. https://volksschulbildung.lu.ch/unterricht_organisation/uo_faecher_lehrmittel/uo_fl_ueberfachl_themen/uo_fl_uef_mint
Der zweite Hauptbestandteil der MINT-Werkstatt besteht aus sechs MINT-Boxen. Jede dieser Boxen besteht aus Experimentiermaterial, welches eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Kompetenzbereich im Rahmen von Workshops in den Klassen erlaubt. Ergänzend dazu beinhalten die Boxen eine detaillierte Beschreibung der Experimente (Anleitung und Hintergrund) sowie didaktisch aufbereitete Hinweise für die Lehrpersonen. Der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben orientiert sich an den Orientierungspunkten des zweiten Zyklus des Lehrplans 21.

An diesem Workshop zeigen wir die MINT-Box Robotik mit einer Einführung in die informatische Problemlösung mit Hilfe der Robotik (Bluebot, Thymio II Wireless). Das kompetenzorientierte Aufgabenset basiert auf den den didaktischen Ansätzen von Computer Science Unplugged und Computational Thinking. Die Teilnehmenden können mit den Materialien vor Ort selber experimentieren.

Vorbereitung / Mitbringen: Ein Notebook unter MacOs, Linux oder Windows mit vorinstalliertem Aseba Studio mindestens in der Version 1.5.2 (https://www.thymio.org/de:start)

Workshop 9 – Programmierunterricht: Von der Primarschule bis zur Maturität mit Logo und Python

Workshop-Leitung: Giovanni Serafini und Tobias Kohn
Sprache: Deutsch
Zielgruppe: Allgemeinbildende Schulen, von der Primarschule bis zum Gymnasium
Präsentation: Programmierunterricht im Spiralcurriculum

Die Erziehung hin zum algorithmischen Denken ist das wichtigste übergeordnete Lernziel des Informatikunterrichts. Algorithmisch zu denken kann man lernen, indem man für ein gegebenes Problem eine automatisch auszuführende Lösungsanleitung konstruiert, kritisch hinterfragt und präzise beschreibt, also nicht zuletzt indem man diese programmiert. Unser Workshop befasst sich mit einem Ansatz, um den Programmierunterricht ab der 5. Klasse der Primarschule, über die Sekundarstufe I bis zum Gymnasium und zur Maturität im Spiralcurriculum zu gestalten. Anhand konkreter Unterrichtsbeispiele und entsprechender Lernmaterialien wird über allgemein bildende Inhalte der Informatik, Lehrplan 21, Informatikunterricht am Gymnasium, Herausforderungen, Erfolgsfaktoren, Weiterbildung der Lehrpersonen sowie über persönliche Erfahrungen von Referenten und Workshop-Teilnehmende reflektiert.

Die Teilnehmenden erhalten einen Memory Stick mit den Programmierumgebungen sowie allen Kursunterlagen. Sie werden jedoch gebeten, ein Notebook mitzunehmen.

STIU 2016 - Informatik kommt in die Schule

Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie hier. Anmeldeschluss ist der 30. Juli 2016